Vorschaltgeräte
Vorschaltgeräte – KVG, EVG & LED-Treiber für jede Lampenart
Ohne das richtige Vorschaltgerät läuft keine Gasentladungslampe, keine Leuchtstoffröhre und so manche LED-Lösung zuverlässig. Vorschaltgeräte liefern die nötige Zündspannung, begrenzen danach den Entladungsstrom und schützen so Lampe und Sicherung vor unkontrollierten Stromspitzen. Bei Leuchtmittel Verkauf findest Du konventionelle Vorschaltgeräte (KVG), elektronische Vorschaltgeräte (EVG), verlustarme Vorschaltgeräte (VVG), Halogen-Trafos sowie LED-Treiber für Konstantstrom- und Konstantspannungsanwendungen — alles aus einer Hand, versandkostenfrei ab 69 €.
Was ist ein Vorschaltgerät und wann brauchst Du eins?
Ein Vorschaltgerät ist ein elektrisches Bauteil, das in Reihe zur Lampe geschaltet wird und zwei zentrale Aufgaben übernimmt: Erstens liefert es beim Start einen Spannungsimpuls, der die Ionisation des Gases in der Lampe auslöst — je nach Lampentyp sind das einige hundert bis mehrere tausend Volt. Zweitens begrenzt es im laufenden Betrieb den Entladungsstrom auf den Nennwert der Lampe.
Ohne diese Strombegrenzung würde der Entladungsstrom durch die Stoßionisation im Gas unkontrolliert ansteigen. Die Folge: Die Lampe wird zerstört oder die Sicherung löst aus. Das Vorschaltgerät verhindert genau das und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer des Leuchtmittels erheblich.
Wann brauchst Du ein Vorschaltgerät?
- Bei allen Gasentladungslampen: Leuchtstoffröhren T5 und T8, Kompaktleuchtstofflampen (CFL), Natriumdampflampen, Halogen-Metalldampflampen (HQI)
- Bei Niedervolt-Halogenlampen (12 V): hier übernimmt ein Halogen-Trafo die Spannungsanpassung
- Bei vielen LED-Lösungen: Hochleistungs-LEDs und LED-Röhren mit externer Elektronik benötigen einen LED-Treiber
Kein Vorschaltgerät benötigst Du bei klassischen 230-V-Glühlampen, Standard-Halogenlampen mit 230 V sowie bei LED-Lampen mit integriertem Treiber (z. B. E27-LED-Birnen), da diese das Vorschaltgerät bereits im Sockel eingebaut haben.
Das Vorschaltgerät kann als separates Bauteil in der Leuchte verbaut sein oder — wie bei Energiesparlampen — direkt im Leuchtmittel integriert sein. Im letzteren Fall lässt sich die Lampe unmittelbar ans Stromnetz anschließen.
KVG, VVG, EVG & LED-Treiber im Überblick
Die Welt der Vorschaltgeräte lässt sich in vier Haupttypen unterteilen, die sich in Aufbau, Effizienz und Einsatzgebiet deutlich unterscheiden.
Konventionelles Vorschaltgerät (KVG)
Das KVG besteht aus einer Drosselspule mit Eisenkern und Kupferwicklung. Es arbeitet bei Netzfrequenz (50 Hz) und benötigt für Leuchtstofflampen einen separaten Starter — entweder einen Glimmstarter (verursacht das typische Flackern beim Start) oder einen Schnellstarter. Die Verluste eines KVG liegen bei 10–20 % der Lampen-Nennleistung: Eine 58-W-T8-Röhre mit KVG verbraucht im System rund 71 W. Zudem erzeugt das KVG einen induktiven Blindstrom, der in größeren Anlagen durch einen Kondensator kompensiert werden sollte. KVG sind robust und extrem langlebig — Betriebsdauern von mehreren Jahrzehnten sind keine Seltenheit. Allerdings sind KVG der Energieeffizienzklasse D seit 2002 und Klasse C seit 2005 in der EU verboten.
Verlustarmes Vorschaltgerät (VVG)
Das VVG ist die Übergangstechnologie zwischen KVG und EVG. Durch größere Kupferquerschnitte, spezielle Elektrobleche und einen optimierten Kernaufbau sinken die Eigenverluste auf ca. 5–8 % der Nennleistung — eine 58-W-Röhre kommt im System auf rund 66 W. Der Aufbau ähnelt dem KVG, ein Starter wird weiterhin benötigt. VVG wurden häufig in Hotels, Sporthallen und Werkstätten eingesetzt. Seit 2017 dürfen in der EU nur noch Vorschaltgeräte ab Energieklasse A2 in Verkehr gebracht werden.
Elektronisches Vorschaltgerät (EVG)
Das EVG ist der aktuelle Standard in der professionellen Beleuchtungstechnik. Es wandelt die Netzspannung in eine Hochfrequenz von 25–50 kHz um und betreibt die Lampe damit deutlich effizienter als KVG oder VVG. Wichtigste Vorteile:
- Bis zu 25 % weniger Stromverbrauch gegenüber dem KVG
- Flimmerfreier Betrieb — das Hochfrequenzflackern ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar
- Kein externer Starter nötig — der Startmechanismus ist integriert
- Geräuschloser Betrieb — kein 50-Hz-Brummen
- Automatische Schutzabschaltung bei defekter oder fehlender Lampe
- Dimmbar — viele EVG unterstützen analoge 1–10-V-Steuerung oder digitales DALI-Protokoll
- Erhältlich als 1-, 2- oder 4-flammige Variante
LED-Treiber
LED-Treiber sind die moderne Entsprechung des Vorschaltgeräts für LED-Leuchtmittel. Sie wandeln die 230-V-Netzspannung in eine für LEDs geeignete Ausgangsspannung oder einen definierten Ausgangsstrom um. Mehr dazu im Abschnitt zur Auswahl.
Unterschied zwischen Vorschaltgerät, Trafo und LED-Treiber
Die Begriffe Vorschaltgerät, Trafo und LED-Treiber werden im Alltag oft durcheinandergebracht. Dabei erfüllen alle drei grundlegend unterschiedliche Aufgaben.
Vorschaltgerät (KVG/EVG): Ein Vorschaltgerät begrenzt den Strom bei Gasentladungslampen und Leuchtstoffröhren. Es ist in Reihe zur Lampe geschaltet und sorgt dafür, dass der Entladungsstrom nicht unkontrolliert ansteigt. Das Vorschaltgerät arbeitet mit der vollen Netzspannung (230 V) und verändert diese nicht grundlegend — es regelt lediglich den Stromfluss.
Halogen-Trafo (konventionell oder elektronisch): Ein Trafo — kurz für Transformator — wandelt die Netzspannung von 230 V in eine niedrigere Spannung um, typischerweise 12 V oder 24 V für Niedervolt-Halogenlampen. Konventionelle Trafos arbeiten mit Netzfrequenz und haben eine Mindest- und Maximallast, die unbedingt eingehalten werden muss. Elektronische Trafos sind kompakter, leichter und effizienter, vertragen aber keine beliebigen Lasten — manche reagieren empfindlich auf sehr geringe Lasten oder bestimmte Dimmerschaltungen. Wer Niedervolt-Trafos sucht, findet diese im entsprechenden Bereich.
LED-Treiber: Ein LED-Treiber ist eine Konstantstromquelle oder Konstantspannungsquelle speziell für LED-Leuchtmittel. LEDs benötigen einen definierten Strom (in Milliampere, z. B. 350 mA, 700 mA oder 1.050 mA) oder eine definierte Spannung (12 V oder 24 V DC), um zuverlässig und langlebig zu betreiben. Ein LED-Treiber übernimmt außerdem die Glättung von Stromschwankungen und schützt die empfindliche LED-Elektronik.
Kurzfassung:
- Vorschaltgerät → Strombegrenzung für Gasentladungslampen (230 V)
- Trafo → Spannungsumwandlung für Niedervolt-Halogen (230 V → 12/24 V)
- LED-Treiber → Konstantstrom oder Konstantspannung für LED-Leuchtmittel
Das passende Vorschaltgerät auswählen: Lampentyp, Wattzahl, Bauform und Dimmung
Die Auswahl des richtigen Vorschaltgeräts hängt von mehreren Faktoren ab. Wer hier falsch wählt, riskiert Fehlfunktionen, verkürzte Lampenleben oder sogar Schäden an der Leuchte.
1. Lampentyp
Jedes Vorschaltgerät ist auf bestimmte Lampentypen ausgelegt:
- T8-Röhren (Durchmesser 26 mm, Sockel G13): Standardwattzahlen 18 W, 36 W, 58 W
- T5-Röhren (Durchmesser 16 mm, Sockel G5): Standardwattzahlen 14 W, 21 W, 28 W, 35 W, 54 W
- Kompaktleuchtstofflampen (TC-L, TC-F, CFL): 2- oder 4-Pin-Sockel, verschiedene Wattzahlen
- Entladungslampen (HQI, Natriumdampf): benötigen spezielle EVG oder KVG mit Zündgerät
Die passenden Leuchtstoffröhren und Entladungslampen findest Du direkt in den jeweiligen Kategorien.
2. Kompatibilitäts-Matrix: Welches Vorschaltgerät für welche Röhre?
Röhrentyp
Wattzahl
Passende VG-Leistung (Beispiel)
T8 (G13)
18 W
EVG 1×18 W oder KVG 18 W
T8 (G13)
36 W
EVG 1×36 W oder KVG 36 W
T8 (G13)
58 W
EVG 1×58 W oder KVG 58 W
T5 (G5)
14 W
EVG 1×14 W
T5 (G5)
28 W
EVG 1×28 W
T5 (G5)
54 W
EVG 1×54 W
Wichtig: Die Wattzahl des Vorschaltgeräts muss exakt zur Lampenleistung passen. Ein EVG „1×18–40 W“ kann flexibel eingesetzt werden, ein EVG „1×58 W“ ist dagegen nur für 58-W-Röhren geeignet.
3. Bauform und Lochmaß
Bei der Nachrüstung ist die Bauform entscheidend. Das Lochmaß — also der Abstand der Befestigungspunkte — variiert je nach Hersteller und Modell (typisch: 160 mm, 220 mm, 290 mm). Messe das vorhandene Lochmaß aus, bevor Du ein Ersatz-EVG bestellst.
4. Anzahl der Ausgangskanäle
Vorschaltgeräte sind als 1-, 2- oder 4-flammige Varianten erhältlich. Ein 2-flammiges EVG versorgt zwei Röhren gleichzeitig — ideal für Lichtbänder und Rasterleuchten.
5. Dimmfunktion
Nicht jedes EVG ist dimmbar. Wenn Du Dimmbarkeit benötigst, wähle gezielt:
- Nicht dimmbar: Einfachste Lösung, günstigster Preis — für Lager, Keller, Treppenhäuser
- 1–10 V analog: Stufenloses Dimmen über eine separate Steuerspannung, kein Stand-by-Verlust — ideal für Büros und Werkstätten
- DALI (Digital Addressable Lighting Interface): Digitale Einzeladressierung jedes Vorschaltgeräts, perfekt für Smart-Building-Lösungen in Retail, Gastronomie und Büro-Großraumanlagen
- Touch DIM: Dimmen per einfachem Lichtschalter, ohne zusätzliches Steuerkabel — optimal für die Nachrüstung im Bestand
Umrüstung: KVG gegen EVG tauschen & LED-Röhre statt Leuchtstoffröhre
Die Umrüstung alter Leuchtstofflampen-Installationen ist eines der häufigsten Themen rund um Vorschaltgeräte — und gleichzeitig das, bei dem die meisten Fehler passieren. Hier bekommst Du einen klaren Leitfaden.
KVG gegen EVG tauschen
Der Austausch eines konventionellen Vorschaltgeräts gegen ein elektronisches EVG lohnt sich fast immer: Du sparst bis zu 25 % Stromverbrauch, eliminierst das Flackern beim Start und gewinnst optional Dimmbarkeit. So gehst Du vor:
- Strom abschalten — Sicherung herausdrehen oder Leitungsschutzschalter ausschalten
- Altes KVG und Starter entfernen — der Starter wird beim EVG nicht mehr benötigt
- Neues EVG nach Anschlussplan verdrahten — Anschlussplan liegt jedem EVG bei
- Lampe einsetzen und Funktion prüfen
- Empfehlung: Lass den Austausch von einer Elektrofachkraft durchführen, wenn Du unsicher bist
LED-Röhre statt Leuchtstoffröhre — wann EVG raus, wann überbrücken?
Hier gibt es zwei grundlegend verschiedene Szenarien:
Szenario A — LED-Röhre mit KVG-Leuchte: Viele moderne LED-Röhren (sogenannte „Universal“-Röhren) können direkt am vorhandenen KVG betrieben werden. Das KVG bleibt in der Leuchte, der Starter wird entfernt oder durch einen LED-kompatiblen Dummy-Starter ersetzt. Lies die Herstellerangabe der LED-Röhre genau — dort steht, ob KVG-Betrieb freigegeben ist.
Szenario B — LED-Röhre mit EVG-Leuchte: Hier ist Vorsicht geboten. Viele LED-Röhren sind nicht EVG-kompatibel. In diesem Fall muss das EVG überbrückt (bypasst) werden: Die Lampe wird direkt an die Netzspannung angeschlossen, das EVG wird aus dem Stromkreis genommen. Dieser Eingriff erfordert zwingend eine Elektrofachkraft.
Szenario C — LED-Röhre mit eigenem integrierten Treiber: Diese Röhren benötigen weder KVG noch EVG — das Vorschaltgerät wird vollständig entfernt und überbrückt. Achte auf die Kennzeichnung „Bypass“ oder „Mains“ auf der Verpackung.
Hinweis zur EU-Regulatorik: Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 hat den Verkauf quecksilberhaltiger Leuchtstoffröhren schrittweise eingeschränkt. T8-Standardröhren durften ab September 2023 nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Das beschleunigt die Umrüstung auf LED-Röhren erheblich — und macht die richtige Vorschaltgeräte-Wahl noch wichtiger.
Dimm-Protokolle im Vergleich: DALI, 1–10 V und Phasenabschnitt
Für Retail-Projekte, Gastronomie, Showrooms und moderne Bürogebäude ist die Dimmbarkeit von Vorschaltgeräten und LED-Treibern ein entscheidendes Kaufkriterium. Die drei gängigen Dimm-Protokolle unterscheiden sich erheblich in Aufwand, Flexibilität und Kosten.
1–10 V (analoges Dimmen)
Das 1–10-V-Protokoll ist das einfachste und günstigste Dimmsystem. Eine separate Steuerleitung überträgt eine Gleichspannung zwischen 1 V (minimale Helligkeit, meist 10–15 % der Nennleistung) und 10 V (volle Helligkeit). Wichtig: Bei 1 V dimmt das EVG oder der LED-Treiber auf das Minimum — ausschalten lässt sich die Lampe nur über den Netzschalter. Kein Stand-by-Verlust. Ideal für Büros, Werkstätten und einfache Retail-Installationen.
DALI (Digital Addressable Lighting Interface)
DALI ist das professionelle Dimm-Protokoll für anspruchsvolle Beleuchtungsanlagen. Jedes DALI-fähige Vorschaltgerät oder jeder DALI-LED-Treiber erhält eine individuelle Adresse und kann einzeln oder in Gruppen angesteuert werden. Das ermöglicht:
- Szenensteuerung: Verschiedene Lichtstimmungen auf Knopfdruck abrufbar
- Einzeladressierung: Jede Leuchte separat regelbar — perfekt für Showrooms und Galerien
- Rückmeldung: DALI-Geräte melden ihren Status zurück an die Steuerung (Lampenausfall-Erkennung)
- Dimmbereiche: Typisch 1–100 %, logarithmische Kennlinie für natürliches Dimmgefühl
Nachteil: DALI erfordert einen DALI-Controller und eine separate Busleitung. Stand-by-Verluste entstehen durch die permanente Busversorgung.
Phasenabschnitt-Dimmer
Bei LED-Treibern für Konstantspannungsanwendungen (12 V / 24 V) wird häufig Phasenabschnitt-Dimmung eingesetzt. Dabei wird die Netzspannung durch einen Dimmer (Phasenabschnitt oder Phasenanschnitt) geregelt, bevor sie den Treiber erreicht. Nicht jeder LED-Treiber ist dimmerfest — prüfe vor dem Kauf, ob der Treiber explizit als „dimmbar via Phasenabschnitt“ freigegeben ist.
Empfehlung für die Praxis: Für einfache Büro- und Werkstattlösungen reicht 1–10 V. Für professionelle Retail-, Gastro- und Showroom-Projekte mit Lichtszenensteuerung ist DALI die richtige Wahl.
Leuchtmittel Verkauf – Dein Experte für Beleuchtungstechnik
Bei Leuchtmittel Verkauf findest Du Vorschaltgeräte von bewährten Herstellern wie Osram, Philips und Tridonic — Marken, die in der professionellen Beleuchtungstechnik seit Jahrzehnten gesetzt sind. Ob Du ein einzelnes Ersatz-EVG für eine Bürodeckenleuchte suchst oder eine komplette Umrüstung von KVG auf EVG in einer Gewerbehalle planst: Unser Sortiment deckt alle gängigen Lampentypen, Wattzahlen und Bauformen ab.
Als Fachhändler mit über 20 Jahren Erfahrung in der Beleuchtungsbranche beraten wir Dich gerne — vom Privathaushalt bis zum Retail-Projekt. Unser Kontakt & Service steht Dir für technische Fragen zur Verfügung.
Alle Bestellungen profitieren von unserer 3 Jahre Garantie und kostenlosem Versand ab 69 €. Ergänzend zu den Vorschaltgeräten findest Du bei uns das passende Zubehör: Starter für Leuchtstoffröhren, Leuchtstoffröhren in allen Standardgrößen sowie LED-Lampen für die moderne Umrüstung. Leuchtmittel Verkauf — Dein Experte für Beleuchtungstechnik, versandfertig aus Bocholt.
FAQ – Fragen & Antworten
Vorschaltgeräte werden in vier Haupttypen unterteilt: Das konventionelle Vorschaltgerät (KVG) besteht aus einer Drosselspule und benötigt einen separaten Starter. Das verlustarme Vorschaltgerät (VVG) hat denselben Aufbau, aber geringere Eigenverluste. Das elektronische Vorschaltgerät (EVG) arbeitet mit Hochfrequenz (25–50 kHz), braucht keinen Starter und ist bis zu 25 % effizienter als ein KVG. Dazu kommen LED-Treiber als moderne Entsprechung für LED-Leuchtmittel — entweder als Konstantstromquelle (in Milliampere) oder als Konstantspannungsquelle (12 V oder 24 V DC).
Ein Vorschaltgerät wird immer dann benötigt, wenn eine Lampe nicht direkt ans 230-V-Netz angeschlossen werden kann. Das betrifft alle Gasentladungslampen (Leuchtstoffröhren T5 und T8, Kompaktleuchtstofflampen, Natriumdampflampen, Halogen-Metalldampflampen) sowie Niedervolt-Halogenlampen (12 V), für die ein Trafo die Spannung reduziert. Viele LED-Leuchtmittel mit externer Elektronik — zum Beispiel LED-Röhren ohne integrierten Treiber oder Hochleistungs-LEDs — benötigen ebenfalls einen LED-Treiber als Vorschaltgerät.
Eine Leuchtstoffröhre lässt sich durch eine LED-Röhre ersetzen, aber nicht immer ohne Anpassung der Leuchte. Es gibt drei Szenarien: Bei einer KVG-Leuchte können viele Universal-LED-Röhren direkt am vorhandenen KVG betrieben werden — der Starter wird entfernt. Bei einer EVG-Leuchte muss das EVG in der Regel überbrückt werden, da die meisten LED-Röhren nicht EVG-kompatibel sind. Bei LED-Röhren mit integriertem Treiber wird das gesamte Vorschaltgerät aus dem Stromkreis genommen. Die Herstellerangabe der LED-Röhre gibt an, welches Szenario zulässig ist. Eingriffe am Vorschaltgerät sollte eine Elektrofachkraft durchführen.
Ein Vorschaltgerät (KVG oder EVG) begrenzt den Entladungsstrom bei Gasentladungslampen und Leuchtstoffröhren — es arbeitet mit der vollen Netzspannung von 230 V und verändert diese nicht grundlegend. Ein Trafo (Transformator) wandelt dagegen die Netzspannung von 230 V in eine niedrigere Spannung um, typischerweise 12 V oder 24 V für Niedervolt-Halogenlampen. Beide Geräte erfüllen also unterschiedliche Aufgaben: Das Vorschaltgerät schützt die Lampe vor unkontrollierten Stromspitzen, der Trafo passt die Spannung an den Bedarf des Leuchtmittels an.
Ein KVG (konventionelles Vorschaltgerät) besteht aus einer Drosselspule mit Eisenkern, arbeitet bei Netzfrequenz (50 Hz) und benötigt einen separaten Starter. Die Eigenverluste liegen bei 10–20 % der Lampenleistung, der Betrieb ist mit hörbarem Brummen und Flackern beim Start verbunden. Ein EVG (elektronisches Vorschaltgerät) arbeitet mit Hochfrequenz (25–50 kHz), braucht keinen Starter, ist bis zu 25 % effizienter, betreibt die Lampe flimmerfrei und geräuschlos und bietet optional Dimmbarkeit via 1–10 V oder DALI. EVG sind kompakter, leichter und in der Anschaffung teurer als KVG.
Das einfachste Erkennungsmerkmal ist der Starter: Ist in der Leuchte ein kleines zylindrisches Bauteil in einer Steckfassung vorhanden, handelt es sich um eine KVG-Leuchte — denn EVG benötigen keinen externen Starter. Ein weiteres Merkmal ist das Flackern beim Einschalten: Leuchtstoffröhren an einem KVG flackern typischerweise kurz, bevor sie stabil leuchten. EVG-Leuchten starten dagegen nahezu sofort und ohne Flackern. Zusätzlich ist auf dem Vorschaltgerät selbst die Typenbezeichnung aufgedruckt — die Abkürzung KVG oder EVG ist dort in der Regel direkt angegeben.
Das Vorschaltgerät muss exakt zur Wattzahl der angeschlossenen Lampe passen. Für T8-Röhren (Sockel G13) gelten die Standardwerte: 18 W, 36 W und 58 W — jeweils mit einem passenden EVG oder KVG gleicher Leistung. Für T5-Röhren (Sockel G5) sind 14 W, 21 W, 28 W, 35 W und 54 W üblich. Manche EVG unterstützen einen Leistungsbereich, zum Beispiel „1×18–40 W“ — diese können flexibel eingesetzt werden. Ein zu starkes oder zu schwaches Vorschaltgerät führt zu Fehlfunktionen, verkürzter Lampenleben oder Schäden an der Leuchte.
Nicht alle EVG sind dimmbar — Dimmbarkeit ist eine optionale Funktion, die beim Kauf gezielt ausgewählt werden muss. Dimmbare EVG gibt es in drei Varianten: 1–10 V analog (stufenloses Dimmen über eine Steuerspannung, kein Stand-by-Verlust, ideal für Büros und Werkstätten), DALI digital (individuelle Adressierung jedes Geräts, Szenensteuerung, perfekt für Retail- und Gastro-Projekte) und Touch DIM (Dimmen per einfachem Lichtschalter ohne Zusatzkabel, optimal für die Nachrüstung). Nicht dimmbare EVG sind günstiger und ausreichend für Anwendungen mit fester Lichtstärke wie Lager, Tiefgaragen oder Treppenhäuser.